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Syphilis in Weimar?! |
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Seit Mitte 2011 kann Mann sich bei uns in der AIDS-Hilfe neben HIV auch auf Syphilis testen lassen. Wir stellten schon in den ersten Monaten fest, dasss Syphilis auch vor Weimar und Thüringen nicht Halt macht. Vor allem schwule Männer und andere MSM (Männer, die Sex mit Männern haben) sind betroffen. Syphilis ist eine sexuell leicht übertragbare erkrankung die typischerweise in 3 Stadien verläuft, aber nicht zwingend in diesen 3 Stadien verlaufen muss. Es kann vorkommen, dass Symptome eines Stadiums nicht sichtbar werden oder es werden Stadien übersprungen. Vielmehr kann die Syphilis auch mit anderen Krankheiten verwechselt werden. Nach der Infektion (max. 12 Wochen später) bilden sich zuerst Bläschen und daraus ein Geschwür an der Stelle, an der der Erreger in den Körper eingetreten ist und es kann zu Lymphknotenschwellungen kommen. Dies wird aber meist nicht bemekrt und die Symptome klingen oft, von allein wieder ab. Das 2. Stadium beginnt etwa 2 Monate nach der Infektion. Es treten Beschwerden, wie Fieber, Kopf- und Gelenkschmerzen, Hautausschläge oder weißer Belag auf der Zunge auf. Auch hier gilt wieder; die Symptome können abklingen und auch wieder neu erscheinen. Diese wiederkehrenden Erscheinungen können etwa zwei Jahre lang auftreten. Nach der 2. Phase kann die Syphilis ausheilen oder in das 3. Stdium übergehen, welches zwischen dem 3. und 10. Jahr der Infektion auftritt. Die Folgen hier sind Geschwüre und schwere neurologische Schäden. In der Hälfte der Fälle bleibt Syphilis symptomlos. Etwa 1/3 der Infektionen heilen (ohne Behandlung) im Laufe der Jahre aus. Eine früh erkannte Syphilis ist jedoch problemlos und schnell mit der Gabe von Antibiotika, zu behandeln.
Wir empfehlen daher Männern, die Sex mit Männern bzw. wechelnde Sexpartner haben, sich ein bis zweimal im Jahr oder bei Verdacht auf Ansteckung, testen zu lassen.
Wir bieten den Syphilistest für MSM, wie auch den HIV-Antikörpertest 14-tägig, anonym und kostenlos in den Räumlichkeiten der AIDS-Hilfe in Weimar, an.
Besonderheiten der Syphilis - Infektion bei Menschen mit HIV
Bei Menschen mit HIV verläuft die Syphilis häufig anders, schneller und schwerer: Stadien werden eher „übersprungen" oder treten „nebeneinander" auf oder spätere Stadien werden schneller erreicht. Bei nicht antiretroviral behandelten Menschen kann eine Syphilis zu einem Abfall der Helferzellzahl und zu einem Anstieg der HIV - Viruslast im Blut sowie in den genitalen und rektalen Sekreten führen, sodass HIV dann leichter auf den Sexualpartner übertragen werden kann. Eine Syphilis erhöht außerdem die Wahrscheinlichkeit, sich mit HIV zu infizieren, da die Geschwüre die Haut oder Schleimhaut für HIV durchlässig machen. Bei Menschen mit Immunschwäche fällt ein Syphilis - Test in manchen Fällen trotz klarer Syphilissymptome negativ aus. Wir empfehlen Männern, die Sex mit Männern und wechselnde Sexpartner haben, sich ein bis zweimal im Jahr testen zu lassen und zusätzlich bei Verdacht auf Ansteckung.
Nächste Termine für den Test: siehe "HIV-TEST"
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Wir nehmen Abschied! |
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In tiefer Trauer, nehmen wir Abschied von unserem langjährigen Freund, Mitglied und Ehrenamtler Volkmar Weiser. Du hinterlässt eine große Lücke und wirst und unendlich fehlen.
Dein Team der AIDS-Hilfe Weimar & Ostthüringen e.V.
Susan, Andreas, Edgar, Claudia, Micheal, Stefan, Stephan, Carsten, Klaus, Moni und Madlen |
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Strafbarkeit der HIV-Übertragung beenden! |
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Pressemitteilung der Deutschen AIDS-Hilfe:
(Berlin, 16.3.2012) Unter dem Titel "Keine Kriminalisierung von Menschen mit HIV!" hat die Deutsche AIDS-Hilfe heute ein Positionspapier veröffentlicht. Darin fordert der Dachverband der Aidshilfen in Deutschland die Abschaffung der Strafbarkeit selbstbestimmter sexueller Handlungen, bei denen HIV übertragen worden ist oder hätte übertragen werden können ("HIV-Exposition"). Solange die HIV-Übertragung und -Exposition noch kriminalisiert werden, müssen Gerichte zumindest berücksichtigen, dass eine gut funktionierende HIV-Therapie genauso wirksam vor der Übertragung des Virus schützt wie Kondome. „Die strafrechtliche Sanktionierung der sexuellen HIV-Übertragung bürdet Menschen mit HIV einseitig die Verantwortung auf und schadet der HIV-Prävention", sagt DAH-Vorstandsmitglied Carsten Schatz. „Es ist Zeit, diese diskriminierende und kontraproduktive Rechtspraxis endlich zu beenden. Für den Schutz vor HIV sind immer alle Beteiligten verantwortlich, nicht nur HIV-Positive." DAH-Geschäftsführerin Silke Klumb erklärte am Freitagmorgen bei der Pressekonferenz zur Eröffnung der Münchner AIDS- und Hepatitis-Tage: „Wer das Strafrecht als Mittel der HIV-Prävention begreift, geht von falschen Annahmen aus. Die Strafbarkeit verhindert keine Infektionen, sondern begünstigt die Verbreitung von HIV. Sie suggeriert Menschen, dass allein die HIV-Positiven für den Schutz zuständig sind. Die erfolgreiche Prävention in Deutschland beruht aber auf dem Grundprinzip, dass jeder Mensch sich selbst schützen kann, wenn man ihm die Möglichkeit dazu eröffnet." Die Kriminalisierung der HIV-Übertragung schadet der Prävention auch deswegen, weil sie zur Stigmatisierung von Menschen mit HIV beiträgt. Das kann zur Folge haben, dass HIV-Positive sich nicht trauen, ihre Infektion sowie Schutz vor einer Übertragung zu thematisieren. Da nur bestraft wird, wer von seiner Infektion weiß, kann die Kriminalisierung außerdem Menschen vom HIV-Test abhalten. Das ist fatal, denn HIV-Infektionen werden unter anderem dann effektiv verhindert, wenn möglichst viele Menschen von ihrer Infektion wissen und sich behandeln lassen. Die Deutsche AIDS-Hilfe hofft auf eine breite gesellschaftliche Debatte zu diesem Thema. Justiz, Politik und Medien sind aufgerufen klarzustellen: Die Verantwortung für den Schutz vor HIV lässt sich nicht delegieren. Gefragt ist stattdessen ein offenes gesellschaftliches Klima, in dem Sexualität, Rausch und HIV keine Tabus sind. Wer sich gegen die Diskriminierung von Menschen mit HIV einsetzt, nützt auch der Prävention.
Weitere Informationen und das Positionspapier zum Download: http://www.aidshilfe.de/de/aktuelles/meldungen/pressemitteilung-strafbarkeit-der-hiv-uebertragung-beenden |
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Nächster Testtermin |
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Die nächsten Möglichkeiten zur Durchführung eines HIV-Antikörpertests (anonym und kostenlos) bestehen am:
Mittwoch, den 23.05.2012 Mittwoch, den 06.06.2012 Mittwoch, den 20.06.2012
jeweils in der Zeit von 17 - 19 Uhr in der Beratungsstelle in Weimar.
Wir möchten Sie auf diesem Weg darum bitten, sich bis 18.30 Uhr einzufinden.
NEU! Für schwule Männer bieten wir, ebenfalls kostenlos und anonym, die Möglichkeit sich auf Syphilis testen zu lassen.
Mehr Informationen zum Thema Syphilis unter: http://aidshilfe.de/de/sich-schuetzen/sexuell-uebertragbare-infektionen/syphilis
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